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Archiv für November 2013

Es läuft gut!

Kommenden Dienstag habe ich ein Vorstellungsgespräch wg. Praktikumsplatz. Der Anruf kam gestern mittag. Vorab schon geklärt: Das Praktikum ist möglich vor Beginn der theoretischen Ausbildung. Also perfekt! Muß bloß noch das Vorstellungsgespräch hinhauen.

Ich will das so sehr!

Für gut befunden und bewilligt

…wurde das, was ich heute früh der Arbeitsvermittlerin bei der Bundesagentur für Arbeit vortrug. Nun liegt mein Weg zum Berufsziel „Alltagsbetreuerin nach § 87B“ sehr klar vor mir:

Den ersten Schritt bin ich heute schon gegangen, habe mich auf die Suche nach einem Praktikumsplatz für ein 2 wöchiges Schnupperpraktikum begeben. Erstmal im Netz Pflegeheime recherchiert, nach folgenden Kriterien: 1. Angebot für Demenzkranke, 2. Träger der Einrichtung (es gibt da so einige… na, sagen wir mal… nicht soo ganz attraktive Arbeitgeber…), 3. gute Erreichbarkeit mit dem ÖPNV.

Drei Heime habe ich heute bereits kontaktiert, nun warte ich auf Antwort. Parallel werde ich aber weitere Einrichtungen kontaktieren.

Der zweite Schritt ist dann die Suche nach einem Bildungsträger. Die Ausbildung umfasst 160 Theoriestunden, und der Ausbilder muß von der Bundesagentur zertifiziert sein, weil die auch in Form eines Bildungsgutscheins die Kosten übernimmt.

Hier wurde ich auch schon fündig: in Stuttgart gibt es eine Einrichtung vom deutschen Gewerkschaftsbund, die alle Zertifikate hat. Da bin ich bestimmt gut aufgehoben, als treues Gewerkschaftsmitglied… Kursbeginn dort ist Ende Januar 14, das würde also perfekt in den Zeitrahmen passen (davon ausgehend, daß ich vorher dieses Schnupperpraktikum in die Reihe bringe: Aber da bin ich recht zuversichtlich, daß das hinhaut.).

Ich denke, ich bin auf einem guten Weg und bin sehr froh, nun endlich klar zu sehen.

Carsharing mit feuerrotem Spielmobil…

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haben wir heute gemacht.

Seit vergangenem Freitag hat Göttergatte ja endlich den Führerschein (also, rein privat hätte er ihn wahrscheinlich immer noch nicht, und ich schon erst recht nicht, weil es einfach keinen Spaß macht, in Stuttgart Auto zu fahren, und weil der ÖPNV viel zu gut funktioniert. Aber er ist ja jetzt Bauleiter und braucht die Fahrerlaubnis auch und hauptsächlich aus beruflichen Gründen!), und jetzt heißt es fahren. Übung macht den Meister!

1948 bereits gab es erste Carsharing-Projekte in der Schweiz, 1988 schwappte das Ganze dann in Berlin hoch, und seit 1992 ist Stuttgart mit Stadtmobil dabei.

Ein eigenes Auto? Nein, das hatten und haben wir nicht im Sinn. Wir sind doch nicht bescheuert! Oder, wie Göttergatte sagte:“Ich stelle mein Geld doch nicht in die Garage!“

Unter der Woche kann er ja den Firmenwagen fahren, und ansonsten haben wir ein Auto vor der Tür, wenn wir es brauchen, dank dieses Projekts. Vor Jahren noch als „grün“ belächelt, und wohl auch, weil das Statussymbol Auto sich relativiert damit, wird das Konzept inzwischen immer stärker nachgefragt, auch die Automobilkonzerne haben das Marktpotenzial erkannt.

Ich fand es ja schon etwas aufregend, erstmals in unserer Ehe von meinem Mann chauffiert zu werden. Steckte erstmal die Fronten ab: „Im Auto bist Du der Boss! Wenn ich Dich nerve, sag‘ mir das. Dann halte ich die Klappe. Ansonsten werde ich versuchen, Dir eine gute Beifahrerin zu sein. (Wir fuhren heute ohne Navi-ich mußte also Schilder lesen. Abfahrten ansagen usw., was ich aber auch ganz gut kann.).

Es war affengeil! Ich bin jetzt noch ganz begeistert. Eine ganz neue, tolle Erfahrung mit meinem Mann. Eine Seite von ihm gesehen, die ich so nicht kannte und auch nicht erwartet hätte.

Ich kenne ihn als recht aufbrausenden, leicht reizbaren Menschen. Sowas beim Autofahren? Auch deshalb meine Ansage.

Und dann! Spielte diese Gurke von Auto komplett verrückt, an jeder roten Ampel ging das Auto aus und wir konnten nicht anfahren (an einer Ampel standen wir da 3 Grünphasen lang! Hinter uns alle am hupen wie doof – echt nix für schwache Nerven -). Mein Göttergatte blieb cool, bewies seine Fahrkunst und startete doch noch durch. Während er gesamten Tour heute passierte Ähnliches immer wieder, insgesamt hupten unsere Hintermänner sechs, siebenmal ungeduldig, weil die karre mal wieder verreckt war.

Echt, ey! Es lag am Auto, nicht am Fahrer. Ich an seiner Stelle hätte den Wagen abgestellt, den Verleih angerufen („Holt mal Euren Schrott ab!“). Er hat das irgendwie ganz wunderbar geschaukelt und gute Nerven bewiesen. Diese Seite kannte ich an ihm so bisher nicht, aber er trug, darauf angesprochen, sehr überzeugend vor: „Anders geht es doch nicht, da muß man doch ruhig bleiben!“

Aha.

Unsere Tour heute hatte ich ausgesucht, die Strecke führte uns über die baden-württembergische Weinstraße von Untertürkheim bis nach Metzingen, eine Strecke von rund 100 Kilometern. Landschaftlich sehr schön – wäre das Wetter nicht so novembergrau gewesen, bestimmt noch schöner!

In Metzingen angekommen, dachte der Göttergatte dann, ich wollte ins Weinbaumuseum, oder die dortige Kelter. Aber da hatte ich schon längst das Hinweisschild für den Hallenflohmarkt entdeckt! Eine sehr große Fläche, sehr nette Händler und inmitten der vielen Sachen aus vergangener Zeit auch viele Erinnerungen, die wir austauschten: „Guck‘ mal! genau sowas hatte ich früher auch!“

Irgenwas hatte mir gefunkt: „LAMPE!“ Der Flohmarktbesuch war nicht geplant, nix war geplant. Aber ich richtete dann mein Augenmerk auf Lampen in der Riesenhalle mit den zigtausend Artikeln. Und… Und! Ganz versteckt, ganz weit hinten, sehr schüchtern und verstaubt, und, wie die Flohmarkthändlerin sagte, erst heute morgen eingetroffen an ihrem Stand, war sie dann. DIE Lampe! Mir ging sofort ein Licht auf, als ich sie sah:

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„Die will ich haben!“ Das wußte ich sofort. Göttergatte wußte es auch sofort: Es gibt so Momente, da ticken wir einfach gleich… Ohne Worte, einfach so. Klarer Fall: Diese Lampe mußte in unser Schlafzimmer! Mittig auf der Ablagekante unseres Bettes mußte sie zu stehen kommen. UN-BE-DINGT! (Zwei Hände, die das Licht / die Kugel /(den Schatz?!) festhalten, hochhalten: wie gemacht dafür, unser Ehebett zu beleuchten. Und, BTW, auch leicht abzustauben – die Vorgängerlampe war zwar auch hübsch, aber ein echter Staubfänger…).

„Wieviel?“ Sollte man schon fragen, wenn man was kaufen will. Auf’m Flohmarkt hab‘ ich auch immer schon einen Preis im Kopf. Im Fall der Lampe hatte ich 30 Euro in der Birne…

Und was sagt die gute Frau?! „10 Euro.“!!!

Bezahlt, und ab damit.

Fakten: Das gute Stück stammt aus den 70er Jahren, ist also voll Retro. In einer Auktion bei Ebay wird sie gerade für 30 Euro Startgebot feilgeboten. Da haben wir also ein echtes Schnäppchen gemacht. So geil! Und so ein schönes Andenken an diesen denkwürdigen Tag, an dem mein Mann mich erstmals chauffierte.

Ach ja: Einen Eingang weiter von der Flohmarkthalle war noch ein interessantes Geschäft. da kriegt man auch oft schöne, hochwertige Wolle sehr günstig. Klar waren wir da auch noch drin! Habe auch zugeschlagen. Bin schon am stricken. Soo geil!

Fotos demnächst in meinem Strickblog www.der-sockenschuss.de