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Archiv für September 2012

Wetten, daß?!

Mal wieder alles auf Anfang auf dieser Baustelle:

http://www.textiles-blog.de/?p=411

April gratulierte sie mir noch zum neuen Job,  Mai schrieb ich ihr einen Brief, wo ich anfragte, was sie davon hält, wenn ich an Mamas 1. Todestag zu ihr kommen würde, um gemeinsam an Mama zu denken? Wir telefonierten dann. Sie zickte zwar ein bißchen rum (ob sie da frei kriege, und eigentlich wolle sie gar nicht so ein Bohei um Mama machen, sondern endlich mal abschließen…). In meinem Brief stünde auch soviel drin, jetzt am Telefon könnte sie nicht auf alles eingehen. Demnächst wollte sie sich ausführlicher melden. Jedenfalls haben wir beide uns das Datum Anfang Oktober dann mal in den Kalender geschrieben.

Ich hatte das echt in Planung, Anfang Oktober meine Schwester zu besuchen!

Aber dann meldete sie sich nicht mehr.

Ende Juni schickte ich ihr noch eine Postkarte aus Heidelberg (Göttergatte und ich waren dorthin für ein Wochenende geflüchtet, weil kein Urlaub in Sicht und ansonsten Lagerkoller zu befürchten!): Dachte, Sorella verstünde den Wink mit dem Zaunpfahl und meldet sich…

Wieder keine Reaktion.

Inzwischen haben mein Göttergatte und ich beschlossen, Anfang Oktober lieber ein paar schöne Tage gemeinsam zu verbringen, bevor ich alleine so ins Ungewisse reise, und haben uns 4 Tage Hamburg gebucht.

Jetzt habe ich Sorella ein Paket geschickt, mit lauter Sachen drin, über die ich mich sehr freuen würde, sollte mir jemand sowas schicken: 4 Gläser Eingemachtes, sämtliche Zutaten dafür aus dem Garten, dazu noch 3 Meter wunderschöner Dekostoff für Herbstdeko, eigens ausgesucht nach Sorellas Farben… dazu ein Brief: „Nix für ungut, aber ich finde schon, Du hättest Dich zwischendurch mal melden können! (…) .“

Das Paket kam lt. Sendungsverfolgung am Freitagnachmittag bei meiner Schwester an, wurde sogar von ihr höchstpersönlich angenommen.

Bis heute keine Rückmeldung.

Habe ich das nötig?!

Ich habe ihr nichts getan, nichts Böses gesagt. Auch in dem Brief steht nichts Böses! kein Wort! Eben nur, daß ich finde, sie hätte sich zwischendurch mal melden können, und daß ich, weil mir das zu ungewiß ist, jetzt anders entschieden habe und lieber mit meinem Mann zusammen wegfahre. Dann steht da noch, daß sie sich doch bitte mal melden soll…

Ich weiß es nicht. Habe mir so einen Kopf gemacht, was denn jetzt schon wieder los sein könnte. Keine Ahnung! Und auch keine Lust mehr darauf.

Wetten, daß?!

Sie wird sich nicht melden.

(Und das ist arschig! Weil zumindest ein Dankeschön fällig ist: Ich habe ihr ja was geschenkt, mit dem Paket!):

Erwarte also bitte keiner von mir, daß ich mich astrein benehmen werde, was das angeht. Irgendwann reicht es , sogar mir!

Wir kommen schon klar!

Vergnügt war ich heute  aber auch, sogar ziemlich sehr;))

Die Vorgeschichte:

Seit April, seit ich in der Bäckerei arbeite, mußte ich mich natürlich auf viele neue Gegebenheiten und Gepflogenheiten einstellen. Es war ja noch einigermaßen okay, daß ich zunächst bei der falschen Krankenkasse angemeldet wurde (natürlich gab es daraufhin so einiges zu tun, um das Ganze doch noch in die von mir gewünschten Bahnen zu lenken, und ja: auch ich mußte einige Telefonate führen deshalb…). Aber Schwamm drüber! Das hat auch ein vorheriger Arbeitgeber schon mal verbockt, und ich mußte es gerade biegen: Kann also mal vorkommen, ich verstehe das.

Absolut neu für mich war bei dieser Stelle allerdings, daß mein Chef völlig ignorierte, daß ich ihm meine Kontonummer gegeben hatte in der Hoffnung, daß er dorthin dann mein Arbeitsentgeld überweist: Allgemein ist das doch so üblich, oder?

Mein Chef zahlt lieber bar.

Auch okay! Bares ist Wahres.

Ungewöhnlich allerdings, daß er das Geld, das zum Ersten des Monats fällig ist, erst 10, 12 Tage später rausrückt (dann gibt es immer einen dicken Umschlag mit Geldscheinen drin, wo mein Name draufsteht).

Ich habe mit Kolleginnen darüber gesprochen. Eine erzählte mir, sie hätte mal 2 Monate lang auf ihr Geld gewartet!

Sowas geht mit mir nicht. Ich weiß, wie das Spiel geht! Auch arbeitsrechtlich, und so.

Letzten Monat, so um den 10. rum: „Chef, wo bleibt das Geld?“

„Mal sehen…“

„Okay, dann bleibe ich morgen zuhause!“

Oh Oh!

Der hat mich sowas von richtig verstanden.

Zack! Hatte ich meinen Umschlag.

Gestern (12.09.) das gleiche Spiel. „Wo bleibt das Geld?“ „Ich mache Ihnen was fertig.“

Gestern kein Umschlag, heute kein Chef im Betrieb.

15.00 Uhr kommt seine Vetretung. Erste Amtshandlung: Mein Umschlag!

Scheint zu funktionieren, meine Grundkenntnisse in Sachen Arbeitsrecht. Scheinbar hast Chef Schiss? Und er braucht mich! Weiß ich ja. Daß ich den Job brauche, weiß er auch. Also alles bloß Säbelrasseln, eigentlich.

Ne abgewichste Sau ist er trotzdem! Weiß ich. Macht mir nix. Bin selber abgewichst. Heute das hat mir Spaß gemacht.

Wir kommen schon klar!

 

So weh und so wohlwollend

Dieses wehmütige Lächeln, so wohlwollend und verständnisvoll. So weise, so altersmilde. Dieser Blick, ins Ferne schweifend und zugleich auf mir ruhend. Diese Ähnlichkeit!

Als ich Frau V. zum ersten Mal begegnete in der Bäckerei, fiel mir gleich auf, wie sehr sie meiner Mama ähnelt. Seit Monaten geht das nun so: zwei-, dreimal pro Woche kommt Frau V. nachmittags zu Kaffee und Kuchen (und natürlich, um Leute zu treffen) ins Cafè in der Bäckerei.

Ich mag sie sehr, diese alte Frau mit der frechen, urschwäbischen „Gosch“. Sie ist genau so eine sture Alte, wie meine Mama es war.

Frau V. gleicht meiner Mama so sehr!

Heute war es etwas viel für mich. Diese Ähnlichkeit! So viele Erinnerungen.

Heute hatte ich große Sehnsucht.

„Du bist doch mein Mädchen!“

Keine konnte das so sagen wie meine Mama. Keine kann mir das jemals wieder sagen.

Aber als Frau V. da heute so saß und mir zuschaute, wie ich gearbeitet habe, als sie so lächelte, so weh und so wohlwollend, da war mir fast, als wäre Mama da.

Und dann habe ich ein wenig geweint, so ganz heimlich hinten in der Küche, an der Spülmaschine…

Jetzt! (Böse)

Ich krieg‘, was ich will.

Behaupte ich ja schon seit längerer Zeit…. Manchmal dauert es auch etwas länger. Abere unter’m Strich krieg‘ ich, was ich will.

Nachbar kann sich warm anziehen. Die Garage kriegen jetzt nämlich wir!

Und überhaupt ist Nachbar grade ziemlich out. Dafür hat er aber selbst gesorgt in den vergangenen Monaten. Die TB-Nummer vom letzten Polizeieinsatz seinetwegen muß ich dem Vermieter noch mailen… Aber auch ansonsten kann er wohl einen Sammelordner für die ganzen Abmahnungen anlegen.

Wird echt Zeit, daß den mal jemand dahin zurück schickt, wo er hergekommen ist.

Ich habe es mir lange und gut überlegt, lange Zeit beobachtet. Jetzt wird zurückgeschossen! Gezielt und strategisch.

Erste Demütigung: Wir kriegen die Garage! Wahrscheinlich schon ab nächsten Monat.

Dann werden wir weiter sehen.

Ich habe Zeit! Der Nachbar ist pleite… Dieses großkotzige Arschloch! Den essen wir doch zum Frühstück.

Ja, sorry: Ich kann auch böse! Sehr böse sogar, wenn es sein muß. Und das hier muß!