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März 2012
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Archiv für März 2012

Wg: Schlecker

Ehrlich gesagt, hab‘ ich nicht so ganz kapiert, was da heute wieder durch die Medien geisterte.

Weil:

Okay, der ist pleite. Um sich zu retten, schließt er Filialen und kündigt den Mitarbeiterinnen, die dort gearbeitet haben. (Soweit alles klar bei mir.). In den Filialen, die weiterhin geöffnet bleiben, behalten die Frauen ihren Arbeitsplatz… Kann ja anders auch gar nicht funktionieren! Dachte ich bis heute.

Dann die Nachrichten.

Hä?

Wieso denn jetzt nochmal 11.000 Kündigungen?

Wollte mir nicht in die Birne. Erleuchtung kam vom Göttergatten:

„Insgesamt sind es noch etwa 23.000 Frauen, die in den Filialen arbeiten. Jetzt nochmal 11.000 Kündigungen, um Druck auf die Politik zu machen: Die sollten ja Übereinstimmung erzielen, zwecks Gründung einer Transfergesellschaft.“

AHA!

Tut mir ja leid, das so sagen zu müssen: Aber vielleicht hat sich die FDP mit Verweigern der Transfergesellschaft nicht grade so doof angestellt, wie derzeit von den Wählern ( siehe Saarland!) bescheinigt:

Alldieweil ja diese Transfergesellschaften keine besseren Bilanzen als das Arbeitsamt vorweisen können, was die Vermittlung in ein neues Arbeitsverhältnis betrifft.

Da haben wohl ein paar Politiker viel Lärm um nichts gemacht (nicht, daß ich den Arbeitsplatzverlust als „nichts“ bezeichnen will: aber das ist ja so oder so nicht umkehrbar.).

Letztendlich wollten sich wohl alle nur profilieren.

Wie immer. Das haben wir ja schon so oft erlebt. Mittlerweile ist es ja schon fast zur Routine geworden.

Schade!

Und wer redet eigentlich noch von den vielen kleinen Betrieben, größtenteils im Handwerk angesiedelt, oft mit großer Tradition, die alljährlich dichtmachen?

In der Summe verlieren dort mehr Menschen ihren Arbeitsplatz, Familien ihren Unterhalt, als durch so große Dinger.

@Babs: „Schmuddelig“, schreibst Du. „Angestaubt“ hätte ich gesagt. Fand / finde es aber nicht so schlimm: Sind ja keine Lebensmittel! Und der Staub nur auf der Verpackung. Was will man auch an Sauberkeit erwarten, wenn jeweils nur eine Mitarbeiterin auf Schicht ist: Die kann ja dann wohl kaum auch noch den Laden putzen.

„Grünes“ Fleisch im Penny-Markt (vor Jahren ernsthaft mal hier aus dem Regal gezogen!!!) ist dann für mich allerdings ein Anlaß, dort nicht mehr einzukaufen.

Klopapier

Heute Nachmittag war ich beim Schlecker, Klopapier kaufen. Und Zigaretten!

Wochenlang haben wir hier oben gebibbert, ob die Filiale denn erhalten bleibt?! Gibt ja sonst kaum Einkaufsmöglichkeiten in der Nachbarschaft (für den wöchentlichen Lebensmittel-Einkauf beim Kaufland bin ich immer gut 2 Stunden unterwegs. Kein Auto eben;)) Und vielen alten Leuten, die hier oben wohnen, geht es ja genau so!).

Vor ca. 3 Wochen haben Göttergatte und ich uns in der Schlecker-Filiale noch in eine Unterschriftenliste (organisiert durch die Frauen, die dort arbeiten!) eingetragen, damit die Filiale bleibt. Besser kann man Kundenbindung wohl auch kaum demonstrieren?!

Also, der Laden hier oben bleibt! Das wissen wir seit etwa einer Woche, und sind alle froh.

Ich kaufe dort ein, seit wir hier wohnen, und kenne die Frauen, die dort arbeiten, recht gut. Immer wieder gibt es nette Gespräche…

Heute dieses, während ich Klopapier und Zigaretten bezahlte:

„Ich hab‘ mich heute vorgestellt!“

„Wo?“

Mit dem Finger zeigte ich auf die Bäckerei, die neben dem Schlecker liegt.

„Ach nee! Der Chef hatte mich vor ein paar Wochen gefragt, ob ich Interesse habe: Falls unsere Filiale schließt…“

SO EINER IST DAS ALSO!

So ein Mensch, so ein Guter, der mitdenkt…

Daß mein Chef in spe durchaus sozial denkt, habe ich im Vorstellungsgespräch heute Vormittag mit ihm schon mitgekriegt. Ich finde ihn sehr symphatisch, war selten so entspannt in einem Vorstellungsgespräch. Es hat „gemenschelt“! Chemie stimmt.

Samstag früh um 5.00 Uhr (!!!): So ist das eben in manchen Berufen. Dafür gibt es einen frühen Feierabend… Werde ich zum Probearbeiten antreten, als Verkäuferin in einer Bäckerei-Filiale.

Ein weiteres Probearbeiten wird noch folgen, dann von mittags bis Ladenschluß (18.00 Uhr).

30 Stunden / Woche, etwa.

Brot und Kuchen verkaufen? Ich traue mir das zu. Ist ja auch kein Hexenwerk! Und beruflich bin ich ja etwas vorbelastet… Jaa! Ich habe sogar schon mal Brezeln gebacken!

Arbeitsplatz in Wohnortnähe! (Wenn, komme ich in 2 Filialen zum Einsatz: eine 5 Minuten Fußweg von der Wohnung, die andere 5 Kilometer entfernt, aber mit dem Bus recht gut zu erreichen, sogar am Wochenende…).Also keine langen Anreisen, kaum Fahrtkosten…

Wir werden sehen…

Die Schlecker-Frau (seit 11 Jahren arbeitet sie in dem Laden!) freut sich mit mir:

Sie behält ihren Arbeitsplatz, und ich habe vielleicht bald schon wieder einen?!

 

 

Aufgeräumt: Sorella

Als ich zuletzt hier schrieb, war die Situation zwischen Sorella und mir unklar. 
Beide wußten wir weder, wohin mit uns, noch, wie zueinander.
Ich bin fest davon überzeugt, weiß zutiefst, daß wir daran ohne Weiteres hätten scheitern können. 
Wir sind so weit gegangen, beide. Miteinander und gegeneinander. Lange und immer wieder. 
Immer wieder und wieder und noch einmal.
Immer wieder neu angefangen, immer wieder aufgehört. 
Immer wieder liebevoll, immer wieder ratlos. 
Immer wieder Kriegserklärungen, immer wieder völlig entwaffnet.

Immer wieder die blanke Liebe!

Wir haben hoch gepokert beim letzten Mal.
Und haben beide gewonnen: telefonierten heute abend, 
nachdem wir einader Ende Dezember wieder vorsichtig angenähert hatten,
mittels Fleurop, Grußkarten zum Geburtstag / Weihnachten... 
Dann erste Telefongespräche: Klare Worte. Deutlich. Eindeutig. Vorsichtig.
Beide sind wir so verletzlich! Es liegt uns so viel aneinander.

"Ich hab' Dich sehr lieb!" "Ich Dich auch!"
Heute abend mutig ausgesprochen.

Meine Schwester und mein Mann (vielleicht auch noch meine Freundin M., 
aber das muß noch ausgetestet werden: 
wir kennen einander "erst" seit 8 Jahren)
sind definitiv die einzigen Menschen in meinem Leben, 
mit denen ich so ehrlich (bis auf Messers Schneide) streiten kann 
und darf: 
Dafür und deshalb liebe ich sie zutiefst und bin unendlich dankbar, 
sie in meinem Leben zu haben!

Lampada Romantica

Von Mama habe ich ja etwas Geld geerbt. Eine Hälfte habe ich angelegt: Gut beraten durch meinen väterlichen Freund, er war ja ein Genie in solchen Dingen und führte mich im Laufe unserer Freundschaft auch aus dem Tal der Ahnungslosen heraus (noch im Herbst vergangenen Jahres sprachen wir ausführlich darüber!), fand ich einen guten Weg und die dazu passende Bank (Volksbank! Was sonst?) für das Geld.

Die andere Hälfte des Geldes steckte ich in die Neugestaltung unseres Schlafzimmers. Und wenn ich sage „Neugestaltung“, dann meine ich: ALLES RAUS! Und ALLES neu rein: Nicht nur die Möbel, sondern auch Tapete und Fußbodenbelag.

Welche Möbel ich haben wollte, wußte ich recht schnell. Habe dann lange  recherchiert, wo es die am günstigsten gibt. Im Möbelhaus brauchte ich dann ziemlich genau eine Stunde, um die Möbel, Teppichboden und Tapete auszusuchen. Eine Stunde! (Da hatte ich wahrscheinlich wirklich einen sehr guten Tag…).

Hat das schon mal jemand gemacht? Wenn Du drin wohnst, ein Zimmer komplett nackt gemacht? Alles ausgeräumt? Die ganze Wohnung war ein Chaos, drei Tage lang.

Es war sehr, sehr viel Arbeit. Wir haben ja auch alles selbst gemacht: alte Möbel abgebaut, neue Möbel aufgebaut. Alte Tapete abgemacht, neue Tapete drangemacht. Alten Fußbodenbelag raus, neuen rein. Sogar die Vorhänge habe ich selbst genäht!

Alle Knochen taten uns weh, hundemüde waren wir. Göttergatte hatte sich für die Aktion extra 3 Tage Urlaub genommen, ackerte wie blöd.  Ich unterstützte ihn so gut ich konnte, und…

…dann waren wir einen Tag früher mit der Arbeit fertig, als wir es geplant hatten! Gut, ne?

Das neue Zimmer ist einfach schön. Gefällt uns gut, wir fühlen uns sehr wohl. Sind stolz auf unsere gemeinsame Leistung und genießen das neue Ambiente.

Wie?

Och nee, Fotos vom „Allerheiligsten“ bzw. doch schon sehr Privatem zeige ich hier jetzt denn doch nicht;))

Aber ich sage mal: „RETRO!“ Und ich sage :“BUCHE“ Und: „Funktionsbett mit Bettkästen!“ Ich sage noch: „Fünfeinhalb Meter Schränke!“

Mehr sage ich nicht.

Ein Bild gönne ich Euch aber, von unserer neuen Deckenlampe im Schlafzimmer:

„Lampada Romatica“ heißt die Lampe;)) Machte Freude schon beim Zusammenbau (das Ding besteht aus 30 Puzzleteilen, die Du dann anhand der sehr guten Anleitung selbst zusammensetzt: ich habe das in 20 Minuten geschafft: Ist also ziemlich idiotensicher!).

Retro-Romantik also, gut beleuchtet.

Im 13. Ehejahr vielleicht nicht soo verkehrt? (Im Februar hatten wir ja unseren 12. Hochzeitstag.).

 

 

Ohrwurm, basta!

Ich hab‘ nen Ohrwurm:

http://youtu.be/ZzWF_rWGOGk

Gotye hört sich stellenweise an wie Sting, den ich ja auch sehr gerne höre. Und hat doch wiederum was sehr Eigenes, Unverwechselbares. Gefällt mir wirklich sehr!

Das hier höre ich mir auch oft an zur Zeit:

http://youtu.be/G0u9yKvqpmI

„Voice of Germany“ war wirklich eine klasse Show, unvergleichlich gut gegenüber der üblichen Casting-Kacke. Göttergatte und ich haben beschlossen, RTL und „DSDS“ jetzt endgültig zu boykottieren. Vanessa hat ja wohl eine Hammerstimme, ist eine freundliche Person und überhaupt… Aber da konnte man echt zusehen, wie Bohlen sie mies redete… Und dann das Styling: Häßlicher konnte man das hübsche Mädel ja wohl kaum noch zurechtmachen! So sorgt man dann dafür, daß derjenige übrigbleibt, den man am besten verheizen kann, als Eintagsfliege… Es war mal einigermaßen unterhaltsam anzuschauen, aber mittlerweile ist es einfach nur noch ärgerlich und doof.

Wir gucken uns das jetzt nicht mehr an: Basta!

Dann lieber eine schöne DVD, oder was von Maxdome. Kommenden Samstag ist aber erstmal „Der Pate“ dran: Neulich gab es alle Teile auf ARTE. Wir haben es aufgezeichnet und gebrannt;)) Marlon Brando!!! Für mich einer der Größten überhaupt.

 

Bleibt alles, anders

Nach Monaten des Schweigens melde ich mich zurück im Leben. Der Tod meines väterlichen Freundes Anfang Januar, fast auf den Tag genau vier Monate, nachdem Mama gegangen war, ließ mich sprachlos und staunend zurück.

Hoffe, meine Leser sind inzwischen nicht verzweifelt?!

Non multae heute, für den Neuanfang einfach mal Fotos vom heutigen „Angrillen“: